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E-Mail-Informationsservice: 2026/22



Liebe Listenleser*innen,

im heutigen Newsletter gibt es spannende Veranstaltungen zum Thema Gewaltschutz und ein neues Projekt aus dem Bereich LGBTIQ* und Flucht.

Zudem sind für unsere Einführungsfortbildung zu Asylrechtlichen Grundlagen noch Plätze frei.

Herzliche Grüße,

Das SENSA Team

*** ALLGEMEIN ***
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*** ALLGEMEIN ***

 

VERANSTALTUNGEN

[Allgemein]

Einführungsfortbildung: Anforderung an die Asylverfahrensberatung und ihre Anwendung auf Dublin- und Anerkannten-Fälle

23.Juli 2026, 09:00 - 13:00 Uhr, SENSA, Online

Fälle von Schutzsuchenden, die sich im Dublin-Verfahren befinden oder denen bereits Schutz in einem anderen europäischen Staat zuerkannt wurde (sog. Anerkannte) gehören zu den komplexesten Konstellationen in der Asylverfahrensberatung. Sie stellen besondere Anforderungen an die fachliche Qualifikation der Beratenden und erfordern fundiertes Wissen über Zuständigkeitsregelungen und Zulässigkeitsprüfungen sowie die Rechte der Betroffenen.
Die Fortbildung beschäftigt sich mit den Fragen:
  • Was sind die rechtlichen und fachlichen Anforderungen an eine qualifizierte, unabhängige Asylverfahrensberatung und wie gestaltet sich der Zugang zu Rechtsberatung nach der GEAS-Reform?
  • Grundlagen der Zuständigkeitsprüfung: Wie funktioniert die Dublin-Verordnung und welche Änderungen ergeben sich durch die GEAS-Reform?
  • Grundlagen zu sog. Anerkannten-Fällen: Was gilt rechtlich für Personen, die bereits in einem anderen EU-Staat Schutz erhalten haben?
  • Wo liegen die Möglichkeiten und Grenzen der Asylverfahrensberatung und wann ist die Einbeziehung anwaltlicher Unterstützung erforderlich?
Weitere Informationen und Anmeldung

[Menschenhandel]

Menschenhandel im Kontext von Flucht

Erkennen, Verstehen und Handeln
29.Juli 2026, 09:30 - 12:30 Uhr, DeBUG 2.0, Online

Die Fortbildung findet im Rahmen des Projektes "Dezentrale Beratungs- und Unterstützungstruktur für Gewaltschutz in Unterkünften für geflüchtete Menschen 2.0" (DeBUG 2.0) statt.

Menschenhandel ist ein in der Öffentlichkeit wenig bekanntes Phänomen, welches jedoch alltäglich auch in Deutschland stattfindet. Die Hintergründe und Geschichten der von Menschenhandel und Ausbeutung betroffenen Personen sind sehr unterschiedlich – das "typische Opfer von Menschenhandel" gibt es nicht.

In Deutschland haben Betroffene besondere Schutzrechte. Diese greifen jedoch nur, wenn sie als solche erkannt werden. Erst dann können Betroffene bei der Wahrnehmung ihrer Ansprüche und der Entwicklung neuer Perspektiven unterstützt werden. Menschen auf der Flucht sind von Menschenhandel und der Ausnutzung ihrer Vulnerabilität in besonderem Maße bedroht. Zudem bestehen spezifische rechtliche Regelungen und Unterstützungsangebote für Personen, die sich im Asylverfahren befinden und von Menschenhandel betroffen sind oder waren.

Um hierzu beizutragen, richtet sich diese spezialisierte Fortbildung an Mitarbeitende, die mit Menschen im Asylverfahren bzw. im Kontext der Unterbringung arbeiten und alle Interessierten, die entsprechende Unterstützungskompetenzen erwerben möchten.

Weitere Informationen und Anmeldung

[Gewaltschutz]

Fachtag: Gewaltschutz unter Druck? Praxisrealitäten und Handlungsmöglichkeiten im Spannungsfeld zwischen Verantwortung und Veränderung

29.Oktober 2026, DeBUG 2.0, Leipzig

Der bundesweite Fachtag findet im Rahmen des Projektes "Dezentrale Beratungs- und Unterstützungstruktur für Gewaltschutz in Unterkünften für geflüchtete Menschen 2.0" (DeBUG 2.0) statt.

Unterkünfte für geflüchtete Menschen stehen weiterhin vor erheblichen strukturellen Herausforderungen. Komplexe Bedarfslagen, personelle Engpässe sowie rechtliche und politische Veränderungen – unter anderem im Kontext der GEAS-Reform – verändern Rahmenbedingungen und Handlungsräume spürbar. Gleichzeitig bleibt der Anspruch bestehen, wirksame Gewaltschutzstrukturen zu sichern und weiterzuentwickeln.

Der Fachtag nimmt dieses Spannungsfeld bewusst in den Blick. Es wird der Frage nachgegangen, wie sich aktuelle Entwicklungen konkret auf Gewaltschutzstrukturen auswirken, wo Einrichtungen unter Druck geraten und welche Handlungsmöglichkeiten unter realistischen Bedingungen bestehen. Ziel ist keine Dramatisierung, sondern eine sachliche Analyse, die Praxisrealitäten ernst nimmt und strukturelle Verantwortung differenziert betrachtet.

Gerade in Phasen struktureller Veränderung ist fachlicher Austausch besonders wichtig. Gewaltschutz ist keine individuelle Aufgabe einzelner Einrichtungen, sondern eine gemeinsame strukturelle Verantwortung auf verschiedenen Ebenen. Der Fachtag bietet einen Raum, um Herausforderungen offen zu benennen, voneinander zu lernen und gemeinsam tragfähige Perspektiven zu entwickeln.

Weitere Informationen und Anmeldung

 

VERÖFFENTLICHUNGEN

[LGBTIQ*]

Neues Projekt "Flucht und Queer - Ankommen in Deutschland"


Das neue Projekt "Flucht und Queer - Ankommen in Deutchland" des LSVD unterstützt LSBTIQ* Geflüchtete, Neuzugewanderte und Menschen mit Migrationsgeschichte auf ihrem Weg in den deutschen Arbeitsmarkt. Gleichzeitig sollen Fachkräfte, Ehrenamtliche und Multiplikator*innen gestärkt werden durch praxisnahe Fortbildungen rund um Arbeitsmarktintegration, Aufenthaltsrecht, Antidiskriminierung und Beratungskompetenz.
Alle aktuellen Schulungstermine finden Sie hier