E-MAIL-INFORMATIONSSERVICE: 2026/23
Liebe Listenleser*innen,
mit dem heutigen Newsletter wünschen wir Ihnen einen guten Start in
die neue Woche.
Sie finden im Newsletter eine Einladung zum BNS-Fachtag (_Berliner
Netzwerk für besonders schutzbedürftige geflüchtete Mensche). _der einen
Blick auf die Versorgung vulnerabler Gruppen im Asylverfahren wirft.
Auch hat Handicap International neue, hilfreiche Factsheets entwickelt
zur Situation von Menschen mit Behinderung in Afghanistan und Syrien.
Herzliche Grüße,
Das SENSA Team
*** ALLGEMEIN ***
* VERANSTALTUNGEN
* VERÖFFENTLICHUNGEN
*** ALLGEMEIN ***
VERANSTALTUNGEN
[Allgemein]
BNS-FACHTAG: ZWISCHEN RESTRIKTION UND MÖGLICHKEITEN
Besondere Schutzbedürftigkeit und die Berlin Wahl
08.September 2026, 09:00 - 17:00 Uhr, BNS Netzwerk, Berlin
Nur wenige Wochen vor der Berliner Wahl richten wir mit der Fachtag
„Zwischen Restriktionen und Möglichkeiten - Besondere
Schutzbedürftigkeit und die Berlin-Wahl" der _Berliner Netzwerk für
besonders schutzbedürftige geflüchtete Menschen _den Blick auf die
Situation besonders schutzbedürftiger geflüchteter Menschen. Diese hat
sich in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert: Restriktive
Entwicklungen auf Bundes- und EU-Ebene - insbesondere durch die im Juni
in Kraft tretende GEAS-Reform - schränken den Zugang zu Schutz weiter
ein. Asylschnellverfahren unter haftähnlichen Bedingungen,
Einschränkungen der Bewegungsfreiheit und mögliche Leistungsausschlüsse
sind zentrale Bestandteile.
Die Wahl am 20.09. ist daher richtungsweisend: Wird Berlin weiterhin
auf Groß- und Notunterkünfte setzen oder den Zugang zu Wohnraum stärken?
Werden bestehende Handlungsspielräume im Sinne von Schutzsuchenden
genutzt? Ziel der Tagung ist es, Fachkräfte zusammenzubringen, um
Problemlagen zu analysieren und konkrete Handlungsspielräume zu
identifizieren - als Auftakt für eine gemeinsame Vision eines gerechten,
sozialen und inklusiven Berlins nach der Wahl.
Wann: Dienstag, 08.09.2026, von 9-17 Uhr
Wo: Refugio Berlin (Lenaustr. 3-4, 12047 Berlin)
Das detaillierte Programm finden Sie als PDF auf dem rechten
Website-Reiter unter "Infos".
Eingeladen sind Fachkräfte aus Beratung und Unterbringung,
Vertreter:innen von Migrant:innenselbstorganisationen,
Wissenschaftler:innen und Mitarbeitende der Berliner Verwaltung.
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Weitere Informationen und Anmeldung [1]
[Suizidalität/Psyche]
SUIZIDALITÄT AUS TRANSKULTURELLER PERSPEKTIVE
11.September 2026, 10:00 - 16:00 Uhr, NTFN Psychosoziale Zentren gGmbH,
Hannover
Die Tagung gibt einen Einblick in den aktuellen Stand der
Suizidforschung und richtet sich an sozialpädagogische und
psychotherapeutische Fachkräfte, die im Umgang mit (möglicherweise)
suizidalen Klient*innen stehen.
Zu den Referent*innen gehören u.a. Maria Sundvall (Psychiaterin,
Karolinska Instuitut / Stockholm), die zu Unterschieden bei der
psychiatrischen Behandlung von geflüchteten und nicht-geflüchteten
Menschen forscht. Diana Kloppenburg (Leitende Oberärztin, KRH
Psychiatrie Wunstorf) wird einen Workshop zu Handlungspfaden bei
Suizidalität geben, Dr. Mechthild Wenk-Ansohn (Psychotherapeutin) und
Daniela Finkelstein (Standortleitung PSZ Hannover, Therapeutin) werden
zur Selbstfürsorge im Umgang mit suizidgefährdeten Klient*innen
sprechen.
Weitere Informationen und Anmeldung [2]
VERÖFFENTLICHUNGEN
[Behinderung]
NEUE HI-LÄNDERINFOS ZU SYRIEN UND AFGHANISTAN
Gerne machen wir auf neue aktuelle Veröffentlichungen von Handicap
International und Humanity&Inclusion aufmerksam, die für asyl- und
aufenthaltsrechtliche Verfahren von Menschen mit Behinderung relevant
sind. Die Dokumente sind auch als PDF verfügbar:
* HI Factsheet: Disability Inclusion in Syria 2026 [3]
* HI: Returning to Syria - Supporting safe and inclusive returns from
Jordan and Lebanon 2026 [4]
* HI Factsheet on Organizations of Persons with Disabilities in
Afghanistan [5]
Alle drei Dokumente enthalten Informationen zur Lebenssituation von
Menschen mit Behinderung in Syrien und Afghanistan und zeigen Barrieren
beim Zugang zu Versorgung, Bildung, Arbeit, (politischer) Teilhabe und
eigenständiger Lebensführung auf.
Sollten Sie Einzelfälle begleiten oder vertreten, in denen Menschen mit
Behinderung aus Syrien oder Afghanistan im nationalen Verfahren eine
vollständige Ablehung ihres Asylantrags erhalten haben, bitten wir Sie,
Sophia Eckert zu kontaktieren
so.eckert(a)hi.org
Austragen [6] | Verwalte dein Abonnement [7]
Das Projekt SENSA - Sensibilisierung zu besonderen Schutzbedarfen von
asylsuchenden Menschen in Sachsen-Anhalt und Thüringen ist ein
gemeinsames Projekt des Flüchtlingsrat Thüringen e.V. [8] sowie des
Flüchtlingsrat Sachsen Anhalt e.V. [9] und bietet Angebote in beiden
Bundesländern an.
Impressum [10] | Datenschutz [11]
Links:
------
[1] https://eveeno.com/BNS_Fachtag_2026
[2] https://ntfn.de/fortbildung/#veranstaltungen
[3]
https://www.hi.org/sn_uploads/fck/HI_Factcheet_Disability_Inclusion_in_Syri…
[4]
https://www.hi.org/sn_uploads/document/HI-POLICY-BRIEF_Returninng-to-Syria_…
[5]
https://www.handicap-international.de/sn_uploads/document/HI-Factsheet-on-O…
[6]
https://verteiler.sensa-projekt.de/postorius/lists/infoservice.verteiler.se…
[7] https://verteiler.sensa-projekt.de/postorius/lists/?all-lists
[8] https://www.fluechtlingsrat-thr.de/projekte/sensa
[9] https://www.fluechtlingsrat-lsa.de/ueber_uns/projekte/sensa/
[10] https://www.sensa-projekt.de/impressum/
[11] https://www.sensa-projekt.de/datenschutz/
E-MAIL-INFORMATIONSSERVICE: 2026/22
Liebe Listenleser*innen,
im heutigen Newsletter gibt es spannende Veranstaltungen zum Thema
Gewaltschutz und ein neues Projekt aus dem Bereich LGBTIQ* und Flucht.
Zudem sind für unsere Einführungsfortbildung zu Asylrechtlichen
Grundlagen noch Plätze frei.
Herzliche Grüße,
Das SENSA Team
*** ALLGEMEIN ***
* VERANSTALTUNGEN
* VERÖFFENTLICHUNGEN
*** ALLGEMEIN ***
VERANSTALTUNGEN
[Allgemein]
EINFÜHRUNGSFORTBILDUNG: ANFORDERUNG AN DIE ASYLVERFAHRENSBERATUNG UND
IHRE ANWENDUNG AUF DUBLIN- UND ANERKANNTEN-FÄLLE
23.Juli 2026, 09:00 - 13:00 Uhr, SENSA, Online
Fälle von Schutzsuchenden, die sich im Dublin-Verfahren befinden oder
denen bereits Schutz in einem anderen europäischen Staat zuerkannt wurde
(sog. Anerkannte) gehören zu den komplexesten Konstellationen in der
Asylverfahrensberatung. Sie stellen besondere Anforderungen an die
fachliche Qualifikation der Beratenden und erfordern fundiertes Wissen
über Zuständigkeitsregelungen und Zulässigkeitsprüfungen sowie die
Rechte der Betroffenen.
Die Fortbildung beschäftigt sich mit den Fragen:
* Was sind die rechtlichen und fachlichen Anforderungen an eine
qualifizierte, unabhängige Asylverfahrensberatung und wie gestaltet sich
der Zugang zu Rechtsberatung nach der GEAS-Reform?
* Grundlagen der Zuständigkeitsprüfung: Wie funktioniert die
Dublin-Verordnung und welche Änderungen ergeben sich durch die
GEAS-Reform?
* Grundlagen zu sog. Anerkannten-Fällen: Was gilt rechtlich für
Personen, die bereits in einem anderen EU-Staat Schutz erhalten haben?
* Wo liegen die Möglichkeiten und Grenzen der Asylverfahrensberatung
und wann ist die Einbeziehung anwaltlicher Unterstützung erforderlich?
Weitere Informationen und Anmeldung [1]
[Menschenhandel]
MENSCHENHANDEL IM KONTEXT VON FLUCHT
Erkennen, Verstehen und Handeln
29.Juli 2026, 09:30 - 12:30 Uhr, DeBUG 2.0, Online
Die Fortbildung findet im Rahmen des Projektes "Dezentrale Beratungs-
und Unterstützungstruktur für Gewaltschutz in Unterkünften für
geflüchtete Menschen 2.0" (DeBUG 2.0) statt.
Menschenhandel ist ein in der Öffentlichkeit wenig bekanntes Phänomen,
welches jedoch alltäglich auch in Deutschland stattfindet. Die
Hintergründe und Geschichten der von Menschenhandel und Ausbeutung
betroffenen Personen sind sehr unterschiedlich - das "typische Opfer von
Menschenhandel" gibt es nicht.
In Deutschland haben Betroffene besondere Schutzrechte. Diese greifen
jedoch nur, wenn sie als solche erkannt werden. Erst dann können
Betroffene bei der Wahrnehmung ihrer Ansprüche und der Entwicklung neuer
Perspektiven unterstützt werden. Menschen auf der Flucht sind von
Menschenhandel und der Ausnutzung ihrer Vulnerabilität in besonderem
Maße bedroht. Zudem bestehen spezifische rechtliche Regelungen und
Unterstützungsangebote für Personen, die sich im Asylverfahren befinden
und von Menschenhandel betroffen sind oder waren.
Um hierzu beizutragen, richtet sich diese spezialisierte Fortbildung an
Mitarbeitende, die mit Menschen im Asylverfahren bzw. im Kontext der
Unterbringung arbeiten und alle Interessierten, die entsprechende
Unterstützungskompetenzen erwerben möchten.
Weitere Informationen und Anmeldung [2]
[Gewaltschutz]
FACHTAG: GEWALTSCHUTZ UNTER DRUCK? PRAXISREALITÄTEN UND
HANDLUNGSMÖGLICHKEITEN IM SPANNUNGSFELD ZWISCHEN VERANTWORTUNG UND
VERÄNDERUNG
29.Oktober 2026, DeBUG 2.0, Leipzig
Der bundesweite Fachtag findet im Rahmen des Projektes "Dezentrale
Beratungs- und Unterstützungstruktur für Gewaltschutz in Unterkünften
für geflüchtete Menschen 2.0" (DeBUG 2.0) statt.
Unterkünfte für geflüchtete Menschen stehen weiterhin vor erheblichen
strukturellen Herausforderungen. Komplexe Bedarfslagen, personelle
Engpässe sowie rechtliche und politische Veränderungen - unter anderem
im Kontext der GEAS-Reform - verändern Rahmenbedingungen und
Handlungsräume spürbar. Gleichzeitig bleibt der Anspruch bestehen,
wirksame Gewaltschutzstrukturen zu sichern und weiterzuentwickeln.
Der Fachtag nimmt dieses Spannungsfeld bewusst in den Blick. Es wird
der Frage nachgegangen, wie sich aktuelle Entwicklungen konkret auf
Gewaltschutzstrukturen auswirken, wo Einrichtungen unter Druck geraten
und welche Handlungsmöglichkeiten unter realistischen Bedingungen
bestehen. Ziel ist keine Dramatisierung, sondern eine sachliche Analyse,
die Praxisrealitäten ernst nimmt und strukturelle Verantwortung
differenziert betrachtet.
Gerade in Phasen struktureller Veränderung ist fachlicher Austausch
besonders wichtig. Gewaltschutz ist keine individuelle Aufgabe einzelner
Einrichtungen, sondern eine gemeinsame strukturelle Verantwortung auf
verschiedenen Ebenen. Der Fachtag bietet einen Raum, um
Herausforderungen offen zu benennen, voneinander zu lernen und gemeinsam
tragfähige Perspektiven zu entwickeln.
Weitere Informationen und Anmeldung [3]
VERÖFFENTLICHUNGEN
[LGBTIQ*]
NEUES PROJEKT "FLUCHT UND QUEER - ANKOMMEN IN DEUTSCHLAND"
Das neue Projekt "Flucht und Queer - Ankommen in Deutchland" des LSVD
unterstützt LSBTIQ* Geflüchtete, Neuzugewanderte und Menschen mit
Migrationsgeschichte auf ihrem Weg in den deutschen Arbeitsmarkt.
Gleichzeitig sollen Fachkräfte, Ehrenamtliche und Multiplikator*innen
gestärkt werden durch praxisnahe Fortbildungen rund um
Arbeitsmarktintegration, Aufenthaltsrecht, Antidiskriminierung und
Beratungskompetenz.
Alle aktuellen Schulungstermine finden Sie hier [4]
Austragen [5] | Verwalte dein Abonnement [6]
Das Projekt SENSA - Sensibilisierung zu besonderen Schutzbedarfen von
asylsuchenden Menschen in Sachsen-Anhalt und Thüringen ist ein
gemeinsames Projekt des Flüchtlingsrat Thüringen e.V. [7] sowie des
Flüchtlingsrat Sachsen Anhalt e.V. [8] und bietet Angebote in beiden
Bundesländern an.
Impressum [9] | Datenschutz [10]
Links:
------
[1]
https://www.fluechtlingsrat-thr.de/aktuelles/fortbildungen/einf%C3%BChrungs…
[2] https://eveeno.com/161250545
[3] https://eveeno.com/171827028
[4] https://queer-refugees.de/termine/
[5]
https://verteiler.sensa-projekt.de/postorius/lists/infoservice.verteiler.se…
[6] https://verteiler.sensa-projekt.de/postorius/lists/?all-lists
[7] https://www.fluechtlingsrat-thr.de/projekte/sensa
[8] https://www.fluechtlingsrat-lsa.de/ueber_uns/projekte/sensa/
[9] https://www.sensa-projekt.de/impressum/
[10] https://www.sensa-projekt.de/datenschutz/
E-MAIL-INFORMATIONSSERVICE: 2026/21
Liebe Listenleser*innen,
wir hoffen alle sind in der vergangenen Woche gut durch die Hitze
gekommen und wünschen mit unserem heutigen Newsletter einen guten
Wochenstart.
Sollten Sie eigene Veranstaltungen oder Handreichungen zum Theme
besondere Schutzbedarfe haben, lassen Sie uns diese gerne zukommen -
wird nehmen diese gerne in den Newsletter mit auf.
Wir wünschen einen guten Start in die Woche,
Das SENSA Team
*** ALLGEMEIN ***
* VERANSTALTUNGEN
* VERÖFFENTLICHUNGEN
*** ALLGEMEIN ***
VERANSTALTUNGEN
[Psyche]
SUIZIDALITÄT AUS TRANSKULTURELLER PERSPEKTIVE
11. September 2026, 10:00 - 16:00 Uhr, NTFN Psychosoziale Zentren
gGmbH, Hannover
Die Tagung gibt einen Einblick in den aktuellen Stand der
Suizidforschung und richtet sich an sozialpädagogische und
psychotherapeutische Fachkräfte, die im Umgang mit (möglicherweise)
suizidalen Klient*innen stehen.
Zu den Referent*innen gehören u.a. Maria Sundvall (Psychiaterin,
Karolinska Instuitut / Stockholm), die zu Unterschieden bei der
psychiatrischen Behandlung von geflüchteten und nicht-geflüchteten
Menschen forscht. Diana Kloppenburg (Leitende Oberärztin, KRH
Psychiatrie Wunstorf) wird einen Workshop zu Handlungspfaden bei
Suizidalität geben, Dr. Mechthild Wenk-Ansohn (Psychotherapeutin) und
Daniela Finkelstein (Standortleitung PSZ Hannover, Therapeutin) werden
zur Selbstfürsorge im Umgang mit suizidgefährdeten Klient*innen
sprechen.
Das vollständige Tagungsprogramm wird im Juli veröffentlicht. Die
Tagungsgebühr beträgt 85 Euro.
Zur Anmeldung [1]
VERÖFFENTLICHUNGEN
[Gender]
REPORT ÜBERLEBENDE SEXUALISIERTER UND GESCHLECHTSSPEZIFISCHER GEWALT IM
ASYLVERFAHREN
Equal Rights Beyond Borders hat den ersten umfassenden Report zum
internationalen und europäischen Rechtsrahmen für Überlebende
sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalt (SGBV) im
Asylverfahren veröffentlicht. Der Report deckt alle Verfahrensstadien ab
- von der Identifikation Betroffener über die Aufnahmebedingungen bis
zur Entscheidung über den Antrag auf internationalen Schutz. Wir hoffen,
er ist nützlich für rechtliche Schritte zugunsten Betroffener und Ihre
Advocacy-Arbeit.
Zentrale Ergebnisse des Reports:
* Verbindliche völkerrechtliche Verpflichtungen: Die Genfer
Flüchtlingskonvention, die UN-Konvention gegen die Diskriminierung von
Frauen, die Europäische Menschenrechtskonvention und die
Istanbul-Konvention verpflichten Staaten zu früher Identifikation von
Betroffenen, geschlechtssensiblen Aufnahmebedingungen und einem
diskriminierungsfreien Verfahren.
* EU-Recht verpflichtet zu traumainformierter Praxis: Das reformierte
Gemeinsame Europäische Asylsystem verlangt von Mitgliedstaaten eine
geschlechtssensible und traumainformierte Anwendung aller
Verfahrensschritte sowie verpflichtende Schulungen für alle beteiligten
Akteur:innen.
* Wegweisende EuGH-Rechtsprechung: Der Gerichtshof der Europäischen
Union hat klargestellt, dass das weibliche Geschlecht ein angeborenes
Merkmal darstellt, das eine Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen
Gruppe begründen kann, die Asyl zuerkannt bekommen kann - und dass
systematische Diskriminierung von Frauen in einem Staat insgesamt
Verfolgung darstellen kann, auch ohne individuell gezielte Gewalt gegen
die einzelne Antragstellerin.
* Schutzlücken außerhalb des Asylsystems: Betroffene können unter
bestimmten Voraussetzungen ein eigenständiges Aufenthaltsrecht erhalten
- etwa nach Artikel 59 der Istanbul-Konvention oder über das
Non-Refoulement-Prinzip - doch in der Praxis bleibt der Zugang zu diesen
Rechten für viele Betroffene unzugänglich.
„_Ein Recht, das aus männlicher Perspektive gedacht wurde, schützt
nicht automatisch, nur weil man Frauen nachträglich hinzudenkt. Solange
die patriarchalen Strukturen, die Asylsysteme von Grund auf geprägt
haben, bestehen bleiben, ist der Schutz, den wir auf dem Papier
versprechen, nur so viel wert wie seine tatsächliche Anwendung - und
genau daran scheitert es derzeit. _- Anne Pertsch, Autorin des Reports
Zum Report (englisch) [2]
Austragen [3] | Verwalte dein Abonnement [4]
Das Projekt SENSA - Sensibilisierung zu besonderen Schutzbedarfen von
asylsuchenden Menschen in Sachsen-Anhalt und Thüringen ist ein
gemeinsames Projekt des Flüchtlingsrat Thüringen e.V. [5] sowie des
Flüchtlingsrat Sachsen Anhalt e.V. [6] und bietet Angebote in beiden
Bundesländern an.
Impressum [7] | Datenschutz [8]
Links:
------
[1] https://eveeno.com/122769353
[2]
https://directus.equal-rights.org/assets/c968ae0e-c667-42d4-8090-1c8d258e13…
[3]
https://verteiler.sensa-projekt.de/postorius/lists/infoservice.verteiler.se…
[4] https://verteiler.sensa-projekt.de/postorius/lists/?all-lists
[5] https://www.fluechtlingsrat-thr.de/projekte/sensa
[6] https://www.fluechtlingsrat-lsa.de/ueber_uns/projekte/sensa/
[7] https://www.sensa-projekt.de/impressum/
[8] https://www.sensa-projekt.de/datenschutz/
E-MAIL-INFORMATIONSSERVICE: 2026/20
Liebe Listenleser*innen,
am letzten Freitag, den 12.Juni, ist die GEAS Reform in Kraft getreten
- mit direkter Gültigkeit und vielfältigen asylrechtlichen
Verschärfungen in den EU-Mitgliedsstaaten. Wir möchten an dieser Stelle
daher noch einmal auf die Dringlichkeit des Schutzes und der Versorgung
von besonders Vulnerablen Personengruppen im Asylverfahren hinweisen,
welche auch u.A. in der Aufnahme-RL [1] rechtlich verankert sind.
Anlässlich zum GEAS Start finden Sie im heutigen Newsletter eine
Vielzahl an Veröffentlichungen und Veranstaltungen zur GEAS-Reform im
Kontext besondere Schutzbedarfe.
Wir wünschen eine gute Lektüre,
Das SENSA Team
*** ALLGEMEIN ***
* VERANSTALTUNGEN
* VERÖFFENTLICHUNGEN
*** ALLGEMEIN ***
VERANSTALTUNGEN
[Kinder&Jugendliche/Psyche]
PSYCHOSOZIALE UNTERSTÜTZUNG GEFLÜCHTETER KINDER UND FAMILIEN
14-15.September 2026, 09:00 - 17:00 Uhr, Save the Children, Magedeburg
Wir möchten Sie gerne auf das von Save the Children angebotene
kostenlose zweitägige Fortbildungsangebot zur psychosozialen
Unterstützung geflüchteter Kinder und Familien aufmerksam machen.
Das Training richtet sich an Ehrenamtliche und Fachkräfte, die sich für
geflüchtete Kinder und Familien engagieren. Folgende Themen sind Teil
des Trainings:
* Psychologische erste Hilfe
* traumasensible Arbeit und Selbstfürsorge.
Die Räumlichkeiten für die Termine werden Ihnen nach der Anmeldung
bekannt gegeben.
Bei Fragen an: psu.flucht(a)savethechildren.de
Anmeldungen und weitere Informationen [2]
[Kinder&Jugendliche/GEAS]
DIE PROFESSIONELLE ARBEIT MIT (UNBEGLEITETEN) MINDERJÄHRIGEN
ASYLSUCHENDEN
mit einem Blick auf die GEAS Reform
25. Juni 2026, 13:30 - 17:00 Uhr, IBIS e.V., Online
Rechtsanwältin Julia Monecke referiert zum Thema: Die professionelle
Arbeit mit (unbegleiteten) minderjährigen Asylsuchenden - mit einem
Blick auf die GEAS-Reform. Im Anschluss findet eine Praxiswerkstatt
statt, bei der gemeinsame Umgangsweisen erarbeitet und Herausforderungen
besprochen werden können.
Anmeldungen [3]
weitere Informationen und Programm [4]
[Allgemein/ GEAS]
NEUE FORTBILDUNGSREIHE ZUM GEMEINSAMEN EUROPÄISCHEN ASYLSYSTEM (GEAS)
Erste Fortildung: "GEAS - Vulnerabilität und Schutzbedarfe"
26Juni 2026, 09:00 - 12:00 Uhr, Kölner Flüchtlingsrat, Online
Die Arbeit im Kontext des GEAS ist in vielen Arbeitsfeldern von hoher
Komplexität geprägt. Rechtliche Veränderungen, unsichere Perspektiven
für Betroffene, psychische Belastungen sowie herausfordernde
Entscheidungssituationen stellen Fachkräfte und Unterstützungsstrukturen
vor besondere Anforderungen.
Die Fortbildung setzt genau hier an: Sie bietet einen praxisnahen
Rahmen, um Hintergrundwissen zu vertiefen, Schutzbedarfe und
Vulnerabilitäten fachlich einzuordnen, eigene Annahmen zu reflektieren
und anhand von Fallbeispielen mehr Handlungssicherheit für die Praxis zu
gewinnen.
Zielgruppe
Die Fortbildung richtet sich an Fachkräfte aus Beratung, Sozialarbeit,
Unterkünften, kommunalen Strukturen, Behörden, NGOs sowie psychosozialen
und weiteren unterstützenden Diensten, die im GEAS-Kontext tätig sind
oder künftig verstärkt mit den Auswirkungen der Reform befasst sein
werden.
Zur Anmeldung [5]
VERÖFFENTLICHUNGEN
[GEAS& besondere Schutzbedarfe]
GEAS REFORM IN KRAFT - NEUE IBIS-BROSCHÜREN GEBEN ORIENTIERUNG FÜR
FACHKRÄFTE IM ASYLSYTEM
Die GEAS Reform bringt tiefgreifende Veränderungen für die Arbeit mit
Geflüchteten mit sich. IBIS e.V. hat daher drei Broschüren für
Fachkräfte entwickelt, die zentrale rechtliche Grundlagen aufbereiten
und konkrete Impulse für die Praxis bieten.
Sie berücksichtigen die zentralen neuen Regelungen ab Juni 2026 und
verbinden rechtliche Informationen mit methodischen Hinweisen für die
Beratung.
Vulnerable Asylsuchende im Gemeinsamen Europäischen Asylsystem (GEAS)
[6]
Die Broschüre beschreibt psychosoziale Herausforderungen von
vulnerablen Asylsuchenden und die Identifizierung von Vulnerabilität im
GEAS. Darüber hinaus werden Ansprüche auf Gesundheitsleistungen -
insbesondere therapeutische Versorgung - und die Rolle von
Beratungskräften dargestellt.
Die psychosoziale Beratung und Identifizierung von vulnerablen
Asylsuchenden [7]
Diese Broschüre gibt einen Überblick über die psychosoziale und
traumasensible Beratung von vulnerablen Asylsuchenden. Sie erläutert die
rechtlichen Rahmenbedingungen im Asylsystem und bietet praxisnahe
methodische Anregungen zu Beratungsabläufen sowie zur Identifizierung
besonderer Schutzbedarfe.
Die Teilhabemöglichkeiten und Rechte von Familien, Kindern und
Jugendlichen im Asyl-, Aufnahme- und Versorgungssystem. [8]
Die Broschüre gibt einen Überblick über die Teilhabemöglichkeiten und
Rechte von asylsuchenden Familien, Kindern und Jugendlichen. Sie
beschreibt die Verzahnung zwischen Asylsystem und Unterbringung und
behandelt zentrale Themen wie Gesundheitsversorgung, Kinderbetreuung,
Schule, Arbeitsmarktzugang und Gewaltschutz. Dabei werden
Handlungsmöglichkeiten für Fachkräfte in der Beratung von Asylsuchenden
vorgestellt.
Austragen [9] | Verwalte dein Abonnement [10]
Das Projekt SENSA - Sensibilisierung zu besonderen Schutzbedarfen von
asylsuchenden Menschen in Sachsen-Anhalt und Thüringen ist ein
gemeinsames Projekt des Flüchtlingsrat Thüringen e.V. [11] sowie des
Flüchtlingsrat Sachsen Anhalt e.V. [12] und bietet Angebote in beiden
Bundesländern an.
Impressum [13] | Datenschutz [14]
Links:
------
[1]
https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=OJ:L_202401346
[2]
https://www.savethechildren.de/informieren/einsatzorte/deutschland/migratio…
[3]
https://ibis-ev.de/wp-content/uploads/2026/06/25.6.26-Schulung-und-Fachaust…
[4]
https://ibis-ev.de/veranstaltung/die-professionelle-arbeit-mit-unbegleitete…
[5]
https://forms.office.com/Pages/ResponsePage.aspx?id=0Li2oIpqjEieP4iI1qlYX4H…
[6]
https://ibis-ev.de/wp-content/uploads/2026/06/Broschuere_Vulnerable-Asylsuc…
[7]
https://ibis-ev.de/wp-content/uploads/2026/06/Broschuere_Psychosoziale-Bera…
[8]
https://ibis-ev.de/wp-content/uploads/2026/06/Broschuere_Teilhabe-und-Recht…
[9]
https://verteiler.sensa-projekt.de/postorius/lists/infoservice.verteiler.se…
[10] https://verteiler.sensa-projekt.de/postorius/lists/?all-lists
[11] https://www.fluechtlingsrat-thr.de/projekte/sensa
[12] https://www.fluechtlingsrat-lsa.de/ueber_uns/projekte/sensa/
[13] https://www.sensa-projekt.de/impressum/
[14] https://www.sensa-projekt.de/datenschutz/
E-MAIL-INFORMATIONSSERVICE: 2026/19
Liebe Listenleser*innen,
Am 24.Juni wird der 4te Runde Tisch "Besondere Schutzbedarfe im
Asylverfahren" in Erfurt stattfinden - es gibt noch immer freie Plätze
und wir freuen uns über Anmeldungen. Der Runde Tisch findet im Rahmen
des SENSA Projektes statt.
Zudem informieren wir gerne über eine Fortbildungen aus dem Bereich
Kinder/Jugendliche informieren.
Wir wünschen eine gute Lektüre,
Das SENSA Team
*** ALLGEMEIN ***
* VERANSTALTUNGEN
*** THÜRINGEN ***
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VERANSTALTUNGEN
[Kinder&Jugendliche]
FACHVERANSTALTUNG ZUM PROFESSIONELLEN UMGANG MIT (UNBEGLEITETEN)
MINDERJÄHRIGEN ASYLSUCHENDEN
mit einem Blick auf die GEAS Reform
25.Juni 2026, 13:30 - 17:00 Uhr, IBIS e.V., Oldenburg
Die Arbeit mit (unbegleiteten) minderjährigen Asylsuchenden ist
anspruchsvoll: Ängste, psychische Belastungen, Rassismuserfahrungen und
ein schwer verständliches Asylsystem prägen die Lebensrealität dieser
jungen Menschen. Für Fachkräfte ergibt sich daraus die Herausforderung,
unter komplexen rechtlichen und strukturellen Bedingungen eine
verlässliche psychosoziale und pädagogische Begleitung
sicherzustellen.
In unserer Schulung erhalten Fachkräfte einen Überblick über die
rechtlichen Rahmenbedingungen für (unbegleitete) minderjährige
Asylsuchende - mit Blick auf die Auswirkungen der GEAS‑Reform auf die
Praxis. In der anschließenden Praxiswerkstatt des Psychosozialen
Zentrums von IBIS e.V. werden anonymisierte Fallbeispiele gemeinsam aus
rechtlicher, psychologischer und pädagogischer Perspektive reflektiert.
Ziel ist es, die eigene Handlungssicherheit zu stärken und praxisnahe
Lösungsansätze zu entwickeln.
Weitere Informationen und Anmeldung [1]
*** THÜRINGEN ***
VERANSTALTUNGEN
[Allgemein]
4ER "RUNDE TISCH BESONDERE SCHUTZBEDARFE IM ASYLVERFAHREN
24. Juni 2026, 10:00 - 13:00 Uhr, SENSA, Clara-Zetkin- Str.40, Erfurt
Im Rahmen des Projektes SENSA - Sensibilisierung zu besonderen
Schutzbedarfen im Asylverfahren in Sachsen-Anhalt und Thüringen laden
wir herzlich zum 4. Runden Tisch „Besondere Schutzbedarfe im
Asylverfahren" am 24.Juni ein.
Der Runde Tisch „Besondere Schutzbedarfe im Asylverfahren" wird einmal
im Halbjahr in Erfurt stattfinden und bietet Thüringer Akteuer:innen
eine Plattform um sich über besondere Schutzbedarfe zu informieren,
auszutauschen und zu vernetzen.
Inhaltliche Schwerpunkte des Treffens sind:
* News: Aktuelle Entwicklungen und Erkenntnisse aus der Praxis zu
besonderen Schutzbedarfen in Thüringen
* Impulsvorträge:
- Umsetzungsstart der GEAS Reform im Bezug auf Thüringen
- Screening bes. Schutzbedarfe in der EAE (_Albatros e.V._)
- Erstaufnahme Eisenberg (_Plan International angefragt _)
- Gewaltschutz und bes. Schutzbedarfe (_DeBUG 2.0 angefragt)_
* Termine und Austausch
Zielgruppe: Der Runde Tisch richtet sich an haupt- und ehrenamtliche
Flüchtlingsberater:innen sowie Mitarbeiter:innen aus Regelstrukturen
welche in ihrer täglichen Praxis Berührungen mit Geflüchteten mit
besonderen Schutzbedarfen haben.
Sollten Sie in Vorfeld des runden Tisches bereits Wünsche und Anregungen
für den Inhalt haben sowie spezifischen Austauschbedarf teilen Sie mir
dies gerne mit unter:
rehbehn(a)fluechtlingsrat-thr.de
Anmeldungen bis 18.06.2026
Zur Anmeldung [2]
Austragen [3] | Verwalte dein Abonnement [4]
Das Projekt SENSA - Sensibilisierung zu besonderen Schutzbedarfen von
asylsuchenden Menschen in Sachsen-Anhalt und Thüringen ist ein
gemeinsames Projekt des Flüchtlingsrat Thüringen e.V. [5] sowie des
Flüchtlingsrat Sachsen Anhalt e.V. [6] und bietet Angebote in beiden
Bundesländern an.
Impressum [7] | Datenschutz [8]
Links:
------
[1]
https://ibis-ev.de/veranstaltung/die-professionelle-arbeit-mit-unbegleitete…
[2]
https://www.fluechtlingsrat-thr.de/aktuelles/fortbildungen/einladung-zum-ru…
[3]
https://verteiler.sensa-projekt.de/postorius/lists/infoservice.verteiler.se…
[4] https://verteiler.sensa-projekt.de/postorius/lists/?all-lists
[5] https://www.fluechtlingsrat-thr.de/projekte/sensa
[6] https://www.fluechtlingsrat-lsa.de/ueber_uns/projekte/sensa/
[7] https://www.sensa-projekt.de/impressum/
[8] https://www.sensa-projekt.de/datenschutz/
E-MAIL-INFORMATIONSSERVICE: 2026/18
Liebe Listenleser*innen,
Im heutigen Newsletter finden Sie zwei Veranstaltungen aus dem Bereich
Menschenhandel und Flucht.
Außerdem gibt es noch freie Plätze für die Fortbildung "LSBTIQ* als
besonderer Schutzbedarf im Asylverfahren" am 18.Juni in Halle. Die
Fortbildung ist Teil unseres Projektes _SENSA - Sensibilisierung zu
besonderen Schutzbedarfen von Asylsuchenden Menschen in Sachsen-Anhalt
und Thüringen_
Wir wünschen eine gute Lektüre,
Das SENSA Team
*** ALLGEMEIN ***
* VERANSTALTUNGEN
*** ALLGEMEIN ***
VERANSTALTUNGEN
[Menschenhandel/ Gender]
SORORITY, INTEGRATION AND SUPPORT FOR WOMEN AND GIRLS THROUGH
COMMUNITY-BASED PROGRAMMES
Online-Infoveranstaltung für Fachkräfte zu Menschenhandel und
geschlechtsspezifischer Gewalt
17.Juni 2026, 09:00 - 12:00 Uhr, Projekt SIS-HUBS, Online
SIS-HUBS setzt sich für die soziale Integration von Frauen und Mädchen
aus Drittstaaten ein, die von Menschenhandel (THB) und/oder
geschlechtsspezifischer Gewalt (GBV) betroffen oder bedroht sind.
Gleichzeitig richtet sich das Projekt an Fachkräfte, die mit Betroffenen
arbeiten, und stärkt diese durch Schulungen, Austausch
und intersektionale Ansätze in der Praxis. Als Teil des Projekts wurde
ein Curriculum für Fachkräfte entwickelt, welcher in dieser
Veranstaltung vorgestellt werden soll. Die Informationsveranstaltung
gliedert sich in drei thematische Schwerpunkte, die von Fachkräften aus
unterschiedlichen Bereichen des multidisziplinären Teams vorgestellt
werden
Weitere Informationen und Anmeldung [1]
[Menschenhandel]
MENSCHENHANDEL IM KONTEXT VON FLUCHT: SCHULUNG ZU INDIKATOREN, RECHT UND
UNTERSTÜTZUNGSMÖGLICHKEITEN
24.Juni 2026, 09:00 - 15:00 Uhr, Schutz- und Versorgungskompass SWH,
Online
Menschen mit Fluchterfahrung sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt,
von Menschenhandel betroffen zu sein, insbesondere im Kontext von
Unterbringung und Verteilung auf kommunaler Ebene. Für Fachkräfte in
Beratung, Verwaltung und sozialer Arbeit in Schleswig-Holstein stellt
das frühzeitige Erkennen von Vulnerabilitäten und Indikatoren eine
zentrale Herausforderung dar und erfordert fundiertes Wissen sowie
Handlungssicherheit.
Die Schulung am Mi. 24.06.2026, geleitet von Pablo Paz Verastegui des
International Rescue Committee (IRC) und Ines Simon der
Fachberatungsstelle Contra, vermittelt grundlegende Kenntnisse zu
Definitionen und rechtlichen Rahmenbedingungen,
Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene (finanziell und
aufenthaltsrechtlich) sowie zur Verfahrenskette im Umgang mit
Betroffenen. Ein besonderer Fokus liegt auf der praxisnahen
Identifikation von Anzeichen für Menschenhandel und deren Einordnung im
Arbeitsalltag.
Ziel ist es, Fachkräfte für Risiken zu sensibilisieren, ihre
Handlungssicherheit zu stärken und ihnen konkrete Unterstützungsangebote
- insbesondere durch Contra - näherzubringen.
Zur Anmeldung [2]
[LGBTIQ*]
LSBTIQ* ALS BESONDERER SCHUTZBEDARF IM ASYLVERFAHREN
18. Juli 2026, 09:00 - 17:00 Uhr, SENSA, Halle
Im Rahmen unseres Projekts "SENSA - Sensibilisierung zu besonderen
Schutzbedarfen von asylsuchenden Menschen in Sachsen-Anhalt und
Thüringen" laden wir Sie herzlich ein, an unserer Aufbaufortbildung zum
Thema „Zugehörigkeit zum LGBTIQ*-Spektrum als besonderer Schutzbedarf im
Asylverfahren" teilzunehmen.
Mit dem Inkrafttreten von GEAS - und damit einhergehend vieler
Verschärfungen im Asylrecht - bekommen die besonderen Schutzbedarfe noch
einmal ein besonderes Gewicht. Die Fortbildung zielt darauf ab,
Fachkräfte und Akteur*innen im Asylverfahren umfassend zu den
spezifischen rechtlichen und praktischen Herausforderungen im Umgang mit
Schutz suchenden Menschen, die lesbisch, schwul, bi-, trans-,
intersexuell oder queer sind, zu qualifizieren. Unabhängige, kostenfreie
und qualitativ hochwertige Beratung ist entscheidend in der
Unterstützung von Menschen vor und während ihres Asylverfahrens, um ihre
Rechte zu wahren und Fluchtgründe sowie besondere Schutzbedarfe adäquat
vorbringen zu können. Dies ist essentiell für die Sicherstellung eines
rechtsstaatlichen und fairen Asylverfahrens.
Die Fortbildung findet in Halle an der Saale statt. Erfreulicherweise
konnten wir die im Thema erfahrene Rechtsanwältin Barbara Wessel als
Referentin gewinnen. Wir treffen uns in Präsenz mit der Möglichkeit für
Vernetzung und Austausch mit anderen Akteur*innen im Themenfeld.
Geplante Schwerpunkte sind:
* Verfolgungsgrund „LGBTIQ*": Anerkennung von Personen, die aufgrund
ihrer Geschlechtsidentität oder ihrer sexuellen Orientierung verfolgt
werden, als Flüchtlinge im Kontext der Genfer Flüchtlingskonvention
* Glaubwürdigkeitsbewertung: Sensibler und respektvoller Umgang mit
Asylsuchenden und die besonderen Herausforderungen bei der
Beweisführung, ohne stereotype Annahmen zu bedienen.
* Rechtslage im Herkunftsland: Bedeutung der rechtlichen und
gesellschaftlichen Lage im Herkunftsland und deren Einfluss auf
Asylentscheidungen.
* Gefahr bei Rückkehr: Rechtliche Bewertung der Risiken bei einer
Rückkehr in Herkunftsländer oder als „sicher" gewerteter Länder, in
denen Gewalt gegen LGBTIQ* Personen toleriert wird oder die
Zugehörigkeit zum LGBTIQ* -Spektrum unter Strafe steht und daher
Verfolgung nach sich zieht.
* Schutz und Unterstützung im Aufnahmeland: Berücksichtigung der
besonderen Schutzbedürfnisse von Betroffenen in Unterkünften und Zugang
zu spezialisierten Gesundheits- und psychologischen Diensten.
* Recht auf Privatleben: Die Rolle des Rechts auf Privatleben im
Rahmen der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) und dessen
Berücksichtigung im Asylverfahren.
Die Anmeldung senden Sie bitte per E-Mail an
co.schirmacher(a)fluechtlingsrat-lsa.de
Weitere Infos [3]
Austragen [4] | Verwalte dein Abonnement [5]
Das Projekt SENSA - Sensibilisierung zu besonderen Schutzbedarfen von
asylsuchenden Menschen in Sachsen-Anhalt und Thüringen ist ein
gemeinsames Projekt des Flüchtlingsrat Thüringen e.V. [6] sowie des
Flüchtlingsrat Sachsen Anhalt e.V. [7] und bietet Angebote in beiden
Bundesländern an.
Impressum [8] | Datenschutz [9]
Links:
------
[1] https://www.asyl.net/fileadmin/RSDB-Import/17-06-2026.pdf
[2] https://eveeno.com/479394070
[3]
https://www.fluechtlingsrat-lsa.de/2026/05/fortbildung-lsbtiq-als-besondere…
[4]
https://verteiler.sensa-projekt.de/postorius/lists/infoservice.verteiler.se…
[5] https://verteiler.sensa-projekt.de/postorius/lists/?all-lists
[6] https://www.fluechtlingsrat-thr.de/projekte/sensa
[7] https://www.fluechtlingsrat-lsa.de/ueber_uns/projekte/sensa/
[8] https://www.sensa-projekt.de/impressum/
[9] https://www.sensa-projekt.de/datenschutz/
E-MAIL-INFORMATIONSSERVICE: 2026/17
Liebe Listenleser*innen,
in dieser Woche können wir Sie über zwei Veranstaltungen aus dem
Projekt _SENSA - Sensibilisierung zu besonderen Schutzbedarfen von
Asylsuchenden Menschen in Sachsen-Anhalt und Thüringen_ informieren: Am
24.Juni wird der 4te Runde Tisch "Besondere Schutzbedarfe im
Asylverfahren" in Erfurt stattfinden. Im Juli geht unsere
Dolmetschendenschulung in eine weitere Runde.
Zudem informieren wir gerne über weitere Fortbildungen aus dem Bereich
Kinder/Jugendliche und Menschenhandel.
Wir wünschen eine gute Lektüre,
Das SENSA Team
*** ALLGEMEIN ***
* VERANSTALTUNGEN
*** THÜRINGEN ***
* VERANSTALTUNGEN
*** ALLGEMEIN ***
VERANSTALTUNGEN
[Kinder&Jugendliche]
JUNGE MENSCHEN MIT FLUCHTERFAHRUNG AM ÜBERGANG SCHULE-AUSBILDUNG
10.Juni 2026, 09:30 - 14:00 Uhr, Der Paritätische Gesamtverband, Online
Der Übergang von der Schule in die Ausbildung ist für junge Menschen
vielerorts eine Herausforderung. Dies trifft besonders auch auf junge
Menschen mit Fluchterfahrung zu, deren Berufsbiografien von mehrfachen
Übergängen, Unterbrechungen und Neuanfängen geprägt sind. In Deutschland
treffen die jungen Menschen u. a. auf neue Bildungssysteme und
Sprachanforderungen. Auf dem Online-Fachtag werden die komplexen
Übergangsprozesse aus einer ganzheitlichen Perspektive betrachtet und
gemeinsam praxisnahe Lösungsansätze diskutiert. Neben der individuellen
Förderung rücken dabei die Peer Group und sozialraumorientierte
Unterstützungsstrukturen in den Fokus.
Weitere Informationen und Anmeldung [1]
[Menschenhandel]
MENSCHENHANDEL, FLUCHT UND TRAUMA
23.Juni 2026, 10:00 - 15:00 Uhr, ntfn Psychosoziale Zentren gGmbH,
Hannover
Diese Fortbildung vermittelt einen Überblick über internationale und
nationale Abkommen sowie den strafrechtlichen Rahmen zur Bekämpfung von
Menschenhandel. Ziel der Fortbildung ist es, durch ein vertieftes
Verständnis von Menschenhandel die Versorgung von Geflüchteten, die
Überlebende von Menschenhandel sind und unter Traumafolgestörungen
leiden, zu verbessern. Die Fortbildung richtet sich an Personen, die im
psychosozialen Bereich mit geflüchteten Menschen arbeiten, sowie an
Interessierte.
Zur Anmeldung [2]
[Allgemein]
DOLMETSCHUNGSSCHULUNG FÜR SPRACHMITTELNDE: ASYLVERFAHREN UND BESONDERE
SCHUTZBEDARFE
eine Schulung zu Gewaltschutz und Prävention
06. Juli 2026, 15:30 - 19:30 Uhr, SENSA, Online
Wir freuen uns, im Rahmen unseres Projekts SENSA - Sensibilisierung zu
besonderen Schutzbedarfen von asylsuchenden Menschen in Sachsen-Anhalt
und Thüringen eine spezielle Schulung für Sprachmittelnde im
Asylverfahren anzukündigen.
Die Schulung richtet sich an Dolmetscher*innen und Sprachmittelnde, die
im Asylverfahren tätig sind und ihre Kompetenzen im Umgang mit besonders
schutzbedürftigen Personen erweitern möchten.
Ziel der Schulung ist es, eine umfassende sprachliche und fachliche
Sensibilisierung für die Bedürfnisse besonders schutzbedürftiger
Asylsuchender - insbesondere traumatisierter oder vulnerabler Personen -
zu vermitteln. Die Teilnehmenden lernen Techniken und Strategien für ein
präzises, einfühlsames und kultursensibles Dolmetschen.
Inhalte der Schulung sind:
* Rollenaufteilung im Dolmetschergespräch:
Klärung der Rolle von Dolmetschenden als neutrale Vermittler*innen, die
die Kommunikation unterstützen, ohne aktiv einzugreifen.
* Aufgaben der Dolmetschenden:
Fokus auf eine präzise und vollständige Übertragung von Informationen,
ohne eigene Meinungen hinzuzufügen oder Inhalte zu verkürzen.
* Interkulturelle Kommunikation:
Umgang mit kulturellen Unterschieden sowie sensiblen Themen im Kontext
des Asylverfahrens.
* Praxisorientierte Übungen:
Simulationen und Fallbeispiele aus der Praxis des Dolmetschens im
Asylverfahren.
* Reflexion der eigenen Rolle:
Förderung der Selbstwahrnehmung und Reflexion über die Rolle als
Sprachmittelnde, um professionelle Neutralität zu wahren.
* Häufige Rollenkonflikte:
Diskussion typischer Herausforderungen, wie z. B. übermäßiges Eingreifen
oder persönliche Involvierung.
Zielgruppe
Die Schulung richtet sich an Sprachmittelnde, die im Rahmen von
Asylverfahren tätig sind und ihre Kompetenzen im Umgang mit besonders
schutzbedürftigen Menschen vertiefen möchten.
Teilnehmendenzahl: maximal 15 Personen
Format: Online (Zugangsdaten werden nach der Anmeldung bereitgestellt)
Referentin: Natalia Tilton
Anmeldung
Interessierte Sprachmittelnde sind herzlich eingeladen, sich bis
spätestens 02.07.2026 per E-Mail unter folgender Adresse anzumelden:
mahmoud.tayeb(a)fluechtlingsrat-lsa.de
Oder über den Link [3]
*** THÜRINGEN ***
VERANSTALTUNGEN
[Allgemein]
4ER "RUNDE TISCH BESONDERE SCHUTZBEDARFE IM ASYLVERFAHREN
24. Juni 2026, 10:00 - 13:00 Uhr, SENSA, Clara-Zetkin- Str.40, Erfurt
Im Rahmen des Projektes SENSA - Sensibilisierung zu besonderen
Schutzbedarfen im Asylverfahren in Sachsen-Anhalt und Thüringen laden
wir herzlich zum 4. Runden Tisch „Besondere Schutzbedarfe im
Asylverfahren" am 24.Juni ein.
Der Runde Tisch „Besondere Schutzbedarfe im Asylverfahren" wird einmal
im Halbjahr in Erfurt stattfinden und bietet Thüringer Akteuer:innen
eine Plattform um sich über besondere Schutzbedarfe zu informieren,
auszutauschen und zu vernetzen.
Inhaltliche Schwerpunkte des Treffens sind:
* News: Aktuelle Entwicklungen und Erkenntnisse aus der Praxis zu
besonderen Schutzbedarfen in Thüringen
* Input: Umsetzungsstart der GEAS Reform im Bezug auf Thüringen
* Kollegiale Fallberatung
Zielgruppe: Der Runde Tisch richtet sich an haupt- und ehrenamtliche
Flüchtlingsberater:innen sowie Mitarbeiter:innen aus Regelstrukturen
welche in ihrer täglichen Praxis Berührungen mit Geflüchteten mit
besonderen Schutzbedarfen haben.
Sollten Sie in Vorfeld des runden Tisches bereits Wünsche und Anregungen
für den Inhalt haben sowie spezifischen Austauschbedarf teilen Sie mir
dies gerne mit unter:
rehbehn(a)fluechtlingsrat-thr.de
Verbindliche Anmeldungen bis 18.06.2026
Zur Anmeldung [4]
Austragen [5] | Verwalte dein Abonnement [6]
Das Projekt SENSA - Sensibilisierung zu besonderen Schutzbedarfen von
asylsuchenden Menschen in Sachsen-Anhalt und Thüringen ist ein
gemeinsames Projekt des Flüchtlingsrat Thüringen e.V. [7] sowie des
Flüchtlingsrat Sachsen Anhalt e.V. [8] und bietet Angebote in beiden
Bundesländern an.
Impressum [9] | Datenschutz [10]
Links:
------
[1]
https://www.der-paritaetische.de/termin-detailansicht/digitaler-fachtag-jun…
[2] https://eveeno.com/269219442
[3]
https://www.sensa-projekt.de/veranstaltung/schulung-fuer-sprachmittelnde-as…
[4]
https://www.fluechtlingsrat-thr.de/aktuelles/fortbildungen/einladung-zum-ru…
[5]
https://verteiler.sensa-projekt.de/postorius/lists/infoservice.verteiler.se…
[6] https://verteiler.sensa-projekt.de/postorius/lists/?all-lists
[7] https://www.fluechtlingsrat-thr.de/projekte/sensa
[8] https://www.fluechtlingsrat-lsa.de/ueber_uns/projekte/sensa/
[9] https://www.sensa-projekt.de/impressum/
[10] https://www.sensa-projekt.de/datenschutz/
E-MAIL-INFORMATIONSSERVICE: 2026/15
Liebe Listenleser*innen,
wir freuen uns, auf eine neue Veranstaltung in unserem Projekt SENSA
hinweisen zu können: Unsere Qualifizierungsreihe "Einführung
Asylverfahren" hat ein neues Modul zu Anforderungen an die
Asylverfahrensberatung und ihre Anwendung auf Dublin- und
Anerkannten-Fälle. Die Fortbildung bezieht ebenso die alten Regelungen
nach der Dublin-III-VO, als auch Neuerungen im Zuge der GEAS Reform mit
ein.
Wir wünschen eine gute Lektüre,
Das SENSA Team
*** ALLGEMEIN ***
* VERANSTALTUNGEN
* VERÖFFENTLICHUNG
*** ALLGEMEIN ***
VERANSTALTUNGEN
[Allgemein]
QUALIFIZIERUNGSREIHE "EINFÜHRUNG ASYLVERFAHREN"
Neues Modul: Anforderungen an die Asylverfahrensberatung und ihre
Anwendung auf Dublin- und Anerkannten-Fälle
12.Mai 2026, 09:00 - 13:00 Uhr, SENSA Projekt, Online
Fälle von Schutzsuchenden, die sich im Dublin-Verfahren befinden oder
denen bereits Schutz in einem anderen europäischen Staat zuerkannt wurde
(sog. Anerkannte) gehören zu den komplexesten Konstellationen in der
Asylverfahrensberatung. Sie stellen besondere Anforderungen an die
fachliche Qualifikation der Beratenden und erfordern fundiertes Wissen
über Zuständigkeitsregelungen und Zulässigkeitsprüfungen sowie die
Rechte der Betroffenen.
Die Fortbildung beschäftigt sich mit den Fragen:
* Was sind die rechtlichen und fachlichen Anforderungen an eine
qualifizierte, unabhängige Asylverfahrensberatung und wie gestaltet sich
der Zugang zu Rechtsberatung nach der GEAS-Reform?
* Grundlagen der Zuständigkeitsprüfung: Wie funktioniert die
Dublin-Verordnung und welche Änderungen ergeben sich durch die
GEAS-Reform?
* Grundlagen zu sog. Anerkannten-Fällen: Was gilt rechtlich für
Personen, die bereits in einem anderen EU-Staat Schutz erhalten haben?
* Wo liegen die Möglichkeiten und Grenzen der Asylverfahrensberatung
und wann ist die Einbeziehung anwaltlicher Unterstützung erforderlich?
Weitere Informationen und Anmeldung [1]
VERÖFFENTLICHUNGEN
[Folter/Psyche]
NEUE PUBLIKATION ZUR REHABILITATION FÜR FOLTERÜBERLEBENDE IN DEUTSCHLAND
Die neue Publikation „Rehabilitation für Folterüberlebende in
Deutschland. Fragmente einer gerechten Versorgung" (Abschlusspublikation
des AMIF-Projekts ExTo, www.folterfolgen.de) der _Fachstelle zur
Identifizierung und Umsetzung besonderer Schutzbedarfe_ zeigt
eindrücklich: Gute Versorgung ist möglich, wenn Kooperation,
Qualifikation und institutionelle Verlässlichkeit zusammenspielen.
Gleichzeitig wird deutlich, dass bislang zentrale Voraussetzungen
fehlen. Obwohl 20,4 % der Klient*innen der psychosozialen Zentren in
Deutschland von Foltererfahrungen berichten - vermutlich eine deutliche
Untererfassung - erfolgt die notwendige interdisziplinäre Dokumentation
nach internationalen Standards wie dem Istanbul-Protokoll nur in einem
Bruchteil der Fälle.
Die systematische Identifizierung besonderer Schutzbedarfe von
Folterüberlebenden muss daher auf einer Förderung von verbindlichen
Kooperationsstrukturen zwischen psychosozialen Zentren, Medizin,
Rechtsmedizin und Beratungsstellen basieren. Dies erfordert die
Verankerung von Qualifizierungsstandards sowie eine nachhaltige
Finanzierung, insbesondere von Sprachmittlung und Case Management.
Die Beiträge der Publikation machen zudem deutlich, dass Versorgung
immer auch politisch ist: Wo Fachkräfte dokumentieren, vernetzen und für
Rechte eintreten, entsteht nicht nur individuelle Unterstützung, sondern
auch ein Beitrag zur gesellschaftlichen Anerkennung von Unrecht und zur
juristischen Verteidigung von Menschenrechten. Umso dringlicher ist es,
die Erkenntnisse aus der Praxis in strukturelle Reformen zu überführen.
Eine gerechte Versorgung von Folterüberlebenden braucht verlässliche
Strukturen, gesicherte Ressourcen und eine klare gesellschaftliche
Haltung.
Mehr Informationen [2]
Zur Publikation [3]
Austragen [4] | Verwalte dein Abonnement [5]
Das Projekt SENSA - Sensibilisierung zu besonderen Schutzbedarfen von
asylsuchenden Menschen in Sachsen-Anhalt und Thüringen ist ein
gemeinsames Projekt des Flüchtlingsrat Thüringen e.V. [6] sowie des
Flüchtlingsrat Sachsen Anhalt e.V. [7] und bietet Angebote in beiden
Bundesländern an.
Impressum [8] | Datenschutz [9]
Links:
------
[1]
https://www.fluechtlingsrat-thr.de/aktuelles/fortbildungen/qualifizierungsr…
[2] https://fachstelle-schutzbedarfe.de/folterueberlebende
[3]
https://www.baff-zentren.org/wp-content/uploads/2026/02/260121_Broschure_Re…
[4]
https://verteiler.sensa-projekt.de/postorius/lists/infoservice.verteiler.se…
[5] https://verteiler.sensa-projekt.de/postorius/lists/?all-lists
[6] https://www.fluechtlingsrat-thr.de/projekte/sensa
[7] https://www.fluechtlingsrat-lsa.de/ueber_uns/projekte/sensa/
[8] https://www.sensa-projekt.de/impressum/
[9] https://www.sensa-projekt.de/datenschutz/
E-MAIL-INFORMATIONSSERVICE: 2026/14
Liebe Listenleser*innen,
im heutigen Newsletter finden Sie Veranstaltungen und
Veröffentlichungen rund um die Themen GEAS und besondere Schutzbedarfe
sowie Kinder und Jugendliche.
Wir wünschen eine gute Lektüre,
Das SENSA Team
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* VERÖFFENTLICHUNG
*** SACHSEN-ANHALT ***
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VERANSTALTUNGEN
[Kinder/Jugendliche]
SCHULUNG ZU KINDERSCHUTZ
07.Mai 2026, 09:00 - 13:00 Uhr, Wildwasser e.V., Online
Der digitale Workshop von Wildwasser e.V. sensibilisiert für
Belastungen und Herausforderungen, mit denen Familien mit
Fluchterfahrung konfrontiert sind. Die Auseinandersetzung mit
unterschiedlichen Erfahrungen und Hintergründen soll in der Bewertung
von Gefährdungseinschätzungen berücksichtigt und die eigene Haltung als
Fachkraft reflektiert werden. Es werden rechtliche Grundlagen im
Kinderschutz sowie gewichtige Anhaltspunkte zum Erkennen möglicher
Kindeswohlgefährdungen vermittelt.
Inhalte sind:
* Grundlagen Kinderschutz
* Belastungen und Lebenssituationen von Menschen mit Fluchterfahrung
* Begriffe Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung
* Formen von Gewalt
* mögliche Handlungsschritte
Anmeldung [1]
VERÖFFENTLICHUNGEN
[GEAS/ Kinder&Jugendliche]
DAS SGB VIII UND DIE GEAS-REFORM: SCHUTZ, VERSORGUNG UND VERTRETUNG VON
UNBEGLEITETEN GEFLÜCHTETEN KINDERN UND JUGENDLICHEN
Die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) bringt
tiefgreifende Veränderungen für das Aufnahme-, Screening- und
Asylverfahren von Kindern und Familien mit sich, die in Deutschland
Schutz suchen. Kinder und Jugendliche, die ohne ihre Eltern und Familien
bzw. ohne personensorgeberechtigte Erwachsene einreisen, sind
unbegleitet und besonders gefährdet.
Unbegleitete minderjährige Geflüchtete gelten zwar in allen
relevanten GEAS-Rechtsakten ausdrücklich als besonders schutzbedürftig.
Zugleich besteht jedoch die Gefahr, dass ihre spezifischen Schutzbedarfe
in den beschleunigten Verfahren nicht hinreichend erkannt werden. Auch
können sich an den Schnittstellen zwischen Sicherheits- und Asylsystemen
mit dem Kinder- und Jugendhilferecht (SGB VIII) unklare Zuständigkeiten
ergeben, mit negativen Folgen für die jungen Menschen. Die konkrete
Umsetzung der GEAS-Reform vor Ort mit abgestimmten,
behördenübergreifenden Kooperationen entscheidet daher maßgeblich
darüber, ob die Kinderrechte und der Vorrang des Kindeswohls effektiv
gewahrt werden.
Terre des Hommes hat gemeinsam mit dem Bundesfachverband
Minderjährigkeit und Flucht e.V. eine Handreichung für die zuständigen
Stellen in den Bundesländern und Kommunen erarbeitet, um Schutz,
Versorgung und Vertretung von unbegleiteten geflüchteten Kindern und
Jugendlichen in der Umsetzung der GEAS-Reform zu gewährleisten.
Weiterlesen [2]
[ Kinder&Jugendliche]
DIGITALES LERNANGEBOT ZU KINDERSCHUTZ
Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung, Familie,
Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) wurde das digitales
Fortbildungsangebot „ Wissen schützt! - Digitales Lernen für wirksamen
Kinderschutz bei weiblicher Genitalverstümmelung (FGM)" entwickelt. Das
Angebot umfasst vier Module, für deren Bearbeitung jeweils 60 min
vorgesehen sind, und das mit einem Zertifikat abgeschlossen wird.
Weiterlesen [3]
[Kinder/Jugendliche]
FREIZEIT IST FÜR ALLE KINDER -
Ein Leitfaden für inklusive Arbeit mit Kindern mit und ohne
Fluchthintergrund
Save the Children e.V.
Viele geflüchtete Kinder wünschen sich sichere Orte zum Spielen,
Lernen und einfach Kindsein. Doch oft fehlen Informationen und Zugänge
oder sie erleben Ausschlüsse.
Die neue Handreichung von Save the Children Deutschland zeigt
praxisnah, wie Fachkräfte diese Kinder aktiv erreichen können und welche
Schritte helfen, Barrieren früh mitzudenken. Sie unterstützt außerdem
dabei, Diskriminierung zu erkennen und professionell darauf zu
reagieren.
Die Materialien bieten konkrete Tipps, Praxisbeispiele und
Reflexionsfragen - für wirklich inklusive, empowernde Freizeitangebote.
Zur Handreichung [4]
Druckexemplare können kostenfrei bestellt werden unter:
mitmachen(a)savethechildren.de
*** SACHSEN-ANHALT ***
VERÖFFENTLICHUNGEN
[GEAS&besondere Schutzbedarfe]
IMPULSPAPIER: UMSETZUNG DER GEAS REFORM IN SACHSEN-ANHALT:
FLÜCHTLINGSRAT FORDERT LANDESREGIERUNG AUF, SPIELRÄUME ZU NUTZEN
Auch in Sachsen-Anhalt laufen die Vorbereitungen für die Anwendung
des neuen GEAS (Gemeinsamen Europäischen Asylsystems) ab Juni 2026. Die
Landesregierung ist gefordert, ihre Spielräume bei der Umsetzung so zu
nutzen, dass Schaden begrenzt und Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte
konsequent gewahrt werden.
Die GEAS-Reform bringt umfassende Verschärfungen mit sich. Es droht
eine gefährliche Aushöhlung des Rechts auf Asyl sowie ein System der
Haftlager insbesondere an den EU-Außengrenzen. Die Mitgliedsstaaten,
jedes Bundesland und jede Kommune haben jedoch Spielräume, über das
gesetzliche Mindestmaß hinauszugehen und Aufnahmebedingungen zu
schaffen, die nicht nur rechtlich erforderlich, sondern auch notwendig
sind.
Vor allem auf die Ausgestaltung der Freiheitsbeschränkungen können
die Länder Einfluss nehmen. Auch bei der Umsetzung der rechtlichen
Verpflichtungen zum Schutz vulnerabler Gruppen kommt ihnen eine
besondere Verantwortung zu.
Zum Impulspapier:
Kurzfassung [5] und Langfassung [6]
Austragen [7] | Verwalte dein Abonnement [8]
Das Projekt SENSA - Sensibilisierung zu besonderen Schutzbedarfen von
asylsuchenden Menschen in Sachsen-Anhalt und Thüringen ist ein
gemeinsames Projekt des Flüchtlingsrat Thüringen e.V. [9] sowie des
Flüchtlingsrat Sachsen Anhalt e.V. [10] und bietet Angebote in beiden
Bundesländern an.
Impressum [11] | Datenschutz [12]
Links:
------
[1] https://eveeno.com/712256107
[2]
https://www.tdh.de/schutz-und-versorgung-von-unbegleiteten-gefluechteten-ki…
[3] https://kinderschutz.jetzt/
[4]
https://www.savethechildren.de/fileadmin/user_upload/Bilder/Deutsche_Progra…
[5]
https://www.fluechtlingsrat-lsa.de/wp-content/uploads/2026/04/kurzfassung_i…
[6]
https://www.fluechtlingsrat-lsa.de/wp-content/uploads/2026/04/impulspapier-…
[7]
https://verteiler.sensa-projekt.de/postorius/lists/infoservice.verteiler.se…
[8] https://verteiler.sensa-projekt.de/postorius/lists/?all-lists
[9] https://www.fluechtlingsrat-thr.de/projekte/sensa
[10] https://www.fluechtlingsrat-lsa.de/ueber_uns/projekte/sensa/
[11] https://www.sensa-projekt.de/impressum/
[12] https://www.sensa-projekt.de/datenschutz/
E-MAIL-INFORMATIONSSERVICE: 2026/13
Liebe Listenleser*innen,
auch diese Woche können wir wieder über Veranstaltungen und
Veröffentlichungen aus dem Bereich besondere Schutzbedarfe und
Asylverfahren informieren. Thematischer Schwerpunkt liegt diese Woche
auf dem Bereich Kinder&Jugendliche im Asylverfahren sowie auf der GEAS
Reform im Kontext vulnerabler Gruppen.
Wir wünschen einen guten Start in die Woche,
Das SENSA Team
*** ALLGEMEIN ***
* VERANSTALTUNGEN
* VERÖFFENTLICHUNG
*** ALLGEMEIN ***
VERANSTALTUNGEN
[Kinder/Jugendliche]
SAVE THE DATE: FACHTAG "UNBEGLEITETE MINDERJÄHRIGE FLÜCHTLINGE UND DAS
GEAS 2026"
26.Mai 2026, DIJuF e.V., Frankfurt a.M.
Am 12.06.2026 wird die Reform des Gemeinsamen Europäischen
Asylsystems (GEAS) wirksam. Auch unbegleitete Minderjährige (UM) sind
von tiefgreifenden Änderungen betroffen. In diesem Zusammenhang stellen
sich nicht nur rechtliche, sondern auch viele praktische Fragen. Der
gemeinsam von der Diakonie Hessen, der Gewerkschaft Erziehung und
Wissenschaft (GEW) Hessen und dem DIJuF ausgerichtete kostenlose Fachtag
greift diese Fragen auf und hat zum Ziel, erste Lösungsansätze zu
finden.
Vertreter*innen von Verbänden, Behörden, Anwaltschaft und Wissenschaft
stellen die neuen Regelungen des GEAS für UM vor und diskutieren
gemeinsam mit den Teilnehmenden in Workshops und im Plenum, wie eine
kindeswohlgerechte Umsetzung möglich ist.
Weitere Informationen, Programm und Anmeldung [1]
VERÖFFENTLICHUNGEN
[Allgemein]
LSVD: BMI STREICHT MITTEL FÜR BUNDESWEITE ASYLVERFAHRENSBERATUNG UND
BESONDERE RECHTSBERATUNG FÜR QUEERE UND ANDERE VULNERABLE GEFLÜCHTETE
13 Organisationen fordern in einem Offenen Brief dauerhafte Stärkung
Das Bundesministerium des Inneren BMI hat am 08.04.2026 mitgeteilt,
dass die Mittel für eine bundesweite Asylverfahrensberatung und
besondere Rechtsberatung für queere und andere vulnerable Geflüchtete
vollständig gestrichen werden sollen. 13 unterzeichnende Organisationen
und Initiativen, die queere und andere vulnerable Geflüchtete beraten
und unterstützen, fordern politisches Einlenken. Der Wegfall
spezialisierter Beratungsangebote ist nicht aufzufangen und trifft
insbesondere diejenigen, die aufgrund ihrer individuellen Schutzbedarfe
auf qualifizierte Unterstützung angewiesen sind.
Weiterlesen [2]
[Kinder/Jugendliche]
FREIZEIT IST FÜR ALLE KINDER -
Ein Leitfaden für inklusive Arbeit mit Kindern mit und ohne
Fluchthintergrund
Save the Children e.V.
Viele geflüchtete Kinder wünschen sich sichere Orte zum Spielen,
Lernen und einfach Kindsein. Doch oft fehlen Informationen und Zugänge
oder sie erleben Ausschlüsse.
Die neue Handreichung von Save the Children Deutschland zeigt
praxisnah, wie Fachkräfte diese Kinder aktiv erreichen können und welche
Schritte helfen, Barrieren früh mitzudenken. Sie unterstützt außerdem
dabei, Diskriminierung zu erkennen und professionell darauf zu
reagieren.
Die Materialien bieten konkrete Tipps, Praxisbeispiele und
Reflexionsfragen - für wirklich inklusive, empowernde Freizeitangebote.
Zur Handreichung [3]
Druckexemplare können kostenfrei bestellt werden unter:
mitmachen(a)savethechildren.de
Austragen [4] | Verwalte dein Abonnement [5]
Das Projekt SENSA - Sensibilisierung zu besonderen Schutzbedarfen von
asylsuchenden Menschen in Sachsen-Anhalt und Thüringen ist ein
gemeinsames Projekt des Flüchtlingsrat Thüringen e.V. [6] sowie des
Flüchtlingsrat Sachsen Anhalt e.V. [7] und bietet Angebote in beiden
Bundesländern an.
Impressum [8] | Datenschutz [9]
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https://forms.cloud.microsoft/pages/responsepage.aspx?id=bSc9lXbwMUmQ57fjq6…
[2]
https://ea.newscpt20.de/_ns.php?&uid=3611cc6d428fda02f77e21fd2f333784
[3]
https://www.savethechildren.de/fileadmin/user_upload/Bilder/Deutsche_Progra…
[4]
https://verteiler.sensa-projekt.de/postorius/lists/infoservice.verteiler.se…
[5] https://verteiler.sensa-projekt.de/postorius/lists/?all-lists
[6] https://www.fluechtlingsrat-thr.de/projekte/sensa
[7] https://www.fluechtlingsrat-lsa.de/ueber_uns/projekte/sensa/
[8] https://www.sensa-projekt.de/impressum/
[9] https://www.sensa-projekt.de/datenschutz/